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thumb.Sailboat

Der Ausschnitt aus der Navigationssoftware zeigt unsere Schiffsposition als kleines rotes Symbol auf der Karte. Der in der Nähe unseres Ankerplatzes liegende Ort Ekincik ist für uns keinen Fußmarsch wert. Direkt am Strand in einer leicht erhöhten Position befindet sich ein uns aus früheren Törns bekanntes, gutes Restaurant, das wir heute Abend aufsuchen. Die Crew ist begeistert von  dem guten Speisenangebot. Heute Abend sind wir von Dieter eingeladen , der die komplette Abendmahlzeit übernehmen will, die von  Bernd verwaltete Bordkasse bleibt also verschont. Für Dieters Einladung bedanken wir uns recht herzlich.

Zurück auf dem Boot, wir benutzen unser Dingi, wird der heutige Tag recht schnell abgeschlossen, da Alle rechtschaffen müde sind. Es geht also gut gesättigt auf Dieters Kosten in die Kojen.

Der nächste Tag bietet uns nach dem Frühstück die Möglichkeit mit einem kleinen Boot das unweit um die Ecke liegende Flussdelta des Flusses Dalyan zu besuchen. Wir haben mit dem Bootsführer einen Abholtermin für 1000 abgesprochen. Die Dalyan Mündung stellt ein breites Flussdelta dar, das total versandet ist und deshalb nur für Boote mit wenig Tiefgang befahren werden kann. Über die ganze Breite des Mündungsdeltas zieht sich eine Sandbank, die nur wenig über die Wasserhöhe ragt. Diese Sandbank ist ein bevorzugter Platz zur Eiablage für die dortigen Schildkröten -spezies. Natürlich wird diese Tatsache auch touristisch vermarktet. Den mit den Booten in Vielzahl angekarrten Besucher werden mit gefangenen, lebenden Krabben die Fress- und Jagdgewohnheiten der Schildkröten vorgeführt. Die Krabben werden an dünne Angelschnüre gebunden und ins Wasser geworfen, um so die Schildkröten zu ködern. Dieses Spektakel wird touristisch sehr vielseitig ausgeschlachtet.

Auf der Weiterfahrt wollen wir dann einen kurzen Besuch der antiken Stadt Kaunos machen. Es ist sehr heiß, deshalb bleibt es bei einem wirklich kurzen Ausflug in die antiken Stätten, etwa eine Stunde um die Mittagszeit, aber genug für einige Fotos. Weiter den Fluss aufwärts sehen wir uns noch vom Boot aus die Lykischen Felsengräber an bevor wir uns dann auf den Rückweg zu unserem Charterboot machen. Gegen 1400 lichten wir dann den Anker und machen uns auf den Weiterweg. Der Plan ist, eine kleine Bucht anzulaufen, wo wir ein Restaurant finden und dort nach dem Abendessen die Nacht verbringen. Die Fahrt zur Kapi Bucht gestaltet sich als sehr anspruchsvolle und holprige Segeltour.

Ekincik
KapiBucht

Wie schon gewohnt, habe ich die beiden letzten Tagesziele auf einem Kartenausschnitt gezeigt, auf dem auch die exakte Liegeposition erkennbar ist an den aufgeführten Koordinaten. Unsere nächste Tagesfahrt ist wieder mal eine größere Wegstrecke und das Ziel lautet Kalkan. Aus früheren Segeltouren ist uns dieser Ort noch in Erinnerung, aber wir sind überrascht die wirklich deutlichen Änderungen zu sehen, die der Tourismus hier bewirkte.

Kalkan

In Kalkan sehen wir uns zu einigen kleineren Ergänzungskäufen gezwungen, die durch die Fahrten über holprige See und Starkwind erforderlich sind. Dazu zählen zerbrochene Gläser, eine verloren gegangene türkische Flagge, Reparaturutensilien für eine angerissene Fock und so weiter.

Dieter und ich begeben uns zunächst mal zum Barbier, um ein halbwegs zivilisiertes Aussehen zurück zu gewinnen. Eine Rasur in der Türkei ist immer wieder ein Erlebnis.

Nach den Einkäufen suchen wir ein passendes Restaurant für unsere Abendmahlzeit. Der Dienstag ist schon fast vorbei, als wir endlich die Kojen aufsuchen. Bei den hohen Temperaturen ist ein früheres schlafen gehen gar nicht möglich.

Am Mittwochmorgen nach dem Frühstück werden die notwendigen Reparaturen vorgenommen und die neu erworbene Flagge an der Gastseite ordnungsgemäß befestigt. Werner gelang es gestern ein Gewebeverstärktes Klebeband zu erwerben, mit dem die lädierte Fock provisorisch repariert wird. Wie lange es hält, werden wir ja erleben. Nach diesen Arbeiten wollen wie aufbrechen.

Eigentlich war geplant am Nachmittag die Marina in Kas zu erreichen. Um 1300 entscheiden wir uns dann doch vorher noch eine ausgiebige Badepause einzulegen. Unweit von Kas, etwas südlicher, finden wir in unserer Karte die geeignete Anlaufstelle. Eine malerische Bucht, die mittlerweile einen Steg mit Mooringleinen für etwa 10 Boote bietet. Vor der Bucht, in der steilen Felswand sind einige Felsengräber eingehauen, wie wir das schon von Kaunos kennen. Da wir also lediglich schwimmen wollen, ankern wir in der Mitte der Bucht. Nach der Schwimmpause, im herrlich warmen und auch sauberen Meerwasser entschließen wir uns, das Boot doch an den Steg zu verlegen und auf den Besuch in Kas ganz zu verzichten. Der Kartenausschnitt zeigt unsere Liegeposition.

Diese Bucht gefällt uns so gut, dass wir hier den Donnerstag erwarten wollen. Das Abendessen im Restaurant des Stegbesitzers gehörte natürlich zum obligatorischen Tagesablauf.

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