Arrow_u

Navigationsleiste

Seite 3
thumb.Sailboat

Die Reparaturversuche am Focksegel konnten uns nicht im Ergebnis überzeugen. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Chartermanager vereinbarten wir ein Treffen in Finike, damit er von einem Spezialisten die Schäden begutachten lassen kann. Natürlich halten wir alles in Bildern fest. Eine neue Fotogalerie habe ich deswegen eröffnet. Auch die weiteren Fotos können dann in der Fotogalerie 2 abgerufen werden. Wir sind noch vor 1700 in Finike und können dort an Mooringleine festmachen. Nach einem kurzen Funkruf auf Kanal 73 sagt man uns, dass ein Empfangsboot auf uns wartet und die Mooringleine übergibt. Es ist trotz starkem Wind ein zügiges Anlegemanöver.

Zur Übernachtung in Bayindir Koyu ist noch zu sagen, dass schon während unseres Abendessens um 2100 im Restaurant ein heftiges Gewitter begann das bis in die späte Nacht andauerte und mit heftigem Starkregen begleitet wurde. Es brachte nach den heißen Tagen eine sehr willkommene Abkühlung der Lufttemperatur.

Die Marina in Finike überrascht uns mit einem relativ komfortabel ausgestatteten Steg und auch sehr passablen Toilettenanlagen mit Duschräumen. Da wir langsam unsere Vorräte aufbrauchen müssen entschließen wir uns an Bord zu kochen. Werner kocht Spaghetti Carbonara nach einer eigenen Komposition.

Der gute Geschmack überrascht jeden, auch den Chefkoch.

Finike

Als Beilage dazu gibt es einen phantasievollen Tomatensalat. Gegen 2200 liegt alles in den Kojen, an Bord ist Ruhe.

Wie wir schon befürchteten, erhalten wir keine Serviceunterstützung bei unserem Problem mit dem Focksegel. Man darf eben die sprichwörtliche deutsche Gründlichkeit nicht einfach auf türkischen Lebensgewohnheiten spiegeln. Der Donnerstag geht also auch so vorbei und die darauf folgende Nacht auch.

Es ist Freitag, das überraschende Gewitter der letzten Nacht streifte uns nur von Ferne. Das Frühstück mundet ausgezeichnet und wir machen uns gegen 1000 auf zur nächsten Etappe. Eine Badebucht zum Baden, Kochen und Verweilen ist unser Vorsatz. Wir haben eine leichte Brise und können es wagen mit lädierter Fock und Großsegel Fahrt aufzunehmen. Es ist ein sehr warmes und sehr sonniges Wetter und wir kommen gut voran. Gegen 1700 erreichen wir die Bucht, die wir ausgesucht haben. Zum Anker machen wir mit langer Leine vom Heck gegen Land fest. Das warme Wasser der Bucht lädt uns zunächst zum Baden ein.

Da die Crew beschlossen hat in der Bucht zu bleiben bis Freitag, muss heute Bernd, unser Meisterkoch aus der Pfalz zur Tat schreiten. Bratkartoffeln mit Speck und diversen Beilagen wie Saumagen stehen auf dem Speiseplan. Unsere Köche leisten tolle Arbeit und der gesamten Crew mundet es ausgezeichnet. Danach folgt an Deck eine feuchtfröhliche Unterhaltung. Sie wird überschattet von dem Umstand, dass der morgige Samstag das Ende unserer eigentlichen Segeltour bedeutet.

Nachdem einige Weinflaschen ihrer Inhalte entleert wurden, finden wir uns dann doch in den Kojen wieder. Vor dem Frühstück am Morgen kann der Tag mit einem erfrischenden Bad beginnen. Es ist etwa 1000 beim Verlassen der Bucht. Landleinen los und Anker lichten ist schon für Alle eine Routine. Die Distanz zum letzten Ziel, die Marina in Kemer ist rund 16 Seemeilen, wir haben also keine Eile. Fast in nördlicher Richtung liegt Kemer. Es ist schönes Wetter und leichte Brise weht. Auch am letzten Tag kann gesegelt werden.

Ceveniz

Auf halbem Weg etwa passieren wir Olympos mit dem Berg Olympos, 2355m bis zum Gipfel. Auch die seit dem Altertum bekannte, einst blühende Hafenstadt Phaselis passieren wir, die bereits von Alexander dem Großen geschätzt wurde.

Yachthafen_Kemer
StrandbeiKemer

Wir erreichen Kemer und fahren zunächst zum Tanken. Ein Serviceboot der Marina weist uns ein zum Liegeplatz der Firma PUPA. Wir beenden den Törn offiziell mit Übergabe des Bootes um 1245.

Mit Zustimmung der Charterfirma verlassen wir das Boot am nächsten Morgen, also Sonntag, dem 25. September, um dann um 1130 mit dem Zubringer zum Flughafen Antalia zu fahren. Unser Flug nach Saarbrücken ist für 14:30 Uhr bestätigt worden.

Wir nützen den Nachmittag, um Kemer zu besichtigen und den Törn mit einem gemeinsamen Abendessen abzuschließen. Unser Schatzmeister Bernd wird wohl noch die restlichen Devisen zurück tauschen. Er hat damit wie gehabt seine Arbeit hervorragend und professionell erledigt.

KemerEnde
[Törnbericht 2011] [Fotogalerie] [Seite 2] [Seite 3] [Fotogalerie 2] [Seite 4]