Arrow_u

Navigationsleiste

siegfried-fliegler.de  Törnbericht 2011
thumb.Sailboat

Das Segelrevier für den diesjährigen Törn liegt in der Südtürkei. Die türkische Provinz Mugla ist nebenan abgebildet. Sie umfasst das diesjährige Segelrevier. Am 15. September fliegen wir nach Bodrum. In der Marina dort werden wir unser Boot übernehmen. Das von uns gecharterte Boot hat den schönen Namen MISTUM BAHUKA.

ProvinzMugla
800px-Bodrum_jachthafen

Ein Foto des Yachthafens von Bodrum sieht man links neben dem Text. Beenden wollen wir unseren Segeltörn in der Kemer-Marina. Der Rückflug nach Saarbrücken erfolgt am 25. September.

Einen Steckbrief über unsere Charteryacht, eine BAVARIA 42 findet man unter dem Bild des Yachthafens von Bodrum. Die Charterfirma heißt Kiriacoulis und ist nicht nur in Bodrum stationiert. Wenn man sich die Mühe macht und die Adresse im Internet www.kiriacoulis.com eingibt, kann man mehr über die Charterfirma erfahren.

Der chematische Innenausbau des Bootes mit den vier Schlafräumen, Salon, Küchenecke, Navigationsplatz und den beiden Vielzweckwaschräumen ist in der Schnittzeichnung erkennbar. Ebenso sind einige wichtige technische Daten aufgelistet. Im Törnbericht findet man hin und wieder weitere Informationen, die das Boot betreffen. Einige weitere Fotos zum Boot sind in der Fotogalerie auffindbar.

Der geschichtlich interessierte Leser dieses Törnberichtes soll noch ein paar Informationen über unsere Ausgangsstadt erfahren. In der Vorzeit hieß die Stadt Bodrum auf griechisch Halikarnassos. In der griechischen Aussprache  wird das H nicht gesprochen. Das Gebiet um Bodrum weiträumig hatte den Namen Karien. Karien wurde regiert von König Maussolos, von dessen Namen die Ableitung für die überall auffindbaren Grabstättenbezeichnungen Mausoleum herstammen. Der Name Halikarnossos verlor sich im weiteren Zeitablauf.

Bavaria-42a_
Karien

Karien, auf der Kartendarstellung links mit CARIA bezeichnet, ist in ungefährer Größe und Lage nördlich der Insel Rhodos gezeigt. Halicarnassos ist als roter Punkt eingetragen und steht für das heutige Bodrum, dem Ausgangspunkt unseres Segeltörns.

NameBodrum

Dem Kenner der englischen Sprache gibt es hier eine kleine Leseübung darüber, wie der heutige Name Bodrum entstand.

map_towncenter_bodrum

Aus GOOGLE und WIKIPEDIA wurden zur Verbesserung der Beschreibung und Verdeutlicheung des Berichtes Bildskizzen und Textpassagen in den Törnbericht eingebaut mit sorgfältiger Beachtung der Übernahmelizenzen dieser Text- und Bilddatenbanken.

Lykien
miltabodrummarina

Da wir in Bodrum in Karien starten, ist östlich davon der Bereich südliche, türkische Küste, also der Bereich Lykien erwähnenswert, denn dort in Kemer wollen wir unseren Törn ja beenden. Deutlich mehr Informationen, vor allem vorzeitliche Informationen aus alter Zeit findet man in WIKIPEDIA.

Eine große Sammlung der Fotos dieses Törns findet man, wenn man in der Linkleiste die Fotogalerie anklickt. Das Foto, das man größer sehen will, klickt man einfach an. Die Pfeile über den Fotos kann man zum steuern vorwärts und rückwärts verwenden. Will man ein vergrößertes Foto runterladen, so kann man das über die rechte Maustaste erreichen. Abspeichern und weiter ansehen ist dann einfach möglich. Ich weise höflichst darauf hin, dass die weitere  Verwendung meiner Fotos meiner Zustimmung bedarf. Ich will damit einer offenen, ungewollten Verbreitung meiner Bilder vorbeugen.

Hereford_Mappa_Mundi_1300

Eine reichhaltige Bebilderung meines Törnberichtes zu den erklärenden Texten hilft dem Leser unsere Erlebnisse plastisch darzustellen und im Geiste nachzuvollziehen.

Das nebenstehende Bild zeigt, dass auch in der Frühzeit der Drang nach der Ferne sehr groß war. Die kreisrunde Darstellung der Weltkarte, um 1300 von Hereford gezeichnet, erklärt die damalige Vorstellung der Welt als Scheibe. Knapp zweihundert Jahre später hatte Kolumbus die Überzeugung, die Kugelform der Erde voraussetzend, andersherum nach Indien zu segeln. Heute weiß man, er hat die Entfernung unterschätzt. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er die nebenstehende Weltkarte nicht zur Orientierung nutzte. Bei unserem Törn habe ich die moderne Möglichkeit mit elektronischen Karten und Satellitennavigation die gewünschten Ziele anzusteuern. Unsere Crew vertraut auf meine Angaben, meistens jedenfalls.

Die einzelnen Stationen unseres Segeltörns werde ich unterwegs mit einer Vielzahl von Kartenausschnitten erklären. Diese Ausschnitte entnehme ich der Navigationssoftware in Form von angepassten Hardcopy Bildern. Meistens ist zu jeder Zielbeschreibung die Angabe der Koordinaten beigefügt, so kann der akribische Leser auch die genauen Örtlichkeitsangaben nachvollziehen. Nun aber genug vorerst mit trockener und spröder Theorie, wir wollen uns ja noch einen ausgiebigen Segelspaß gönnen.

Nach dem Flug von Frankfurt nach Bodrum erreichen wir die Marina gegen 0200 wie vorgesehen mit einem Abholservice des Charterunternehmens, dem das Boot gehört, Firma PUPA.

Die Außentemperatur in Bodrum beträgt 22 Grad-Celsius. Wir sind alle ziemlich durstig und auch irgendwie enttäuscht darüber, dass wir keine offene Kneipe mehr finden, die uns wenigstens kalte Getränke servieren kann. Also begeben wir uns ermattet in die Kojen. Die offizielle Übernahme des Bootes ist mit dem Chartermanager Yilmaz Malgil auf 0900 festgesetzt. Er ist unser eigentlicher Ansprechpartner für die PUPA YACHTING in Bodrum. Wir erreichen ihn unter der Rufnummer        +9 0555 694 97 29. Damit ist der Hinreisetag abgeschlossen und wir legen uns auf’s Ohr, ganz salopp gesagt.

Am nächsten Morgen nach dem Wecken um 0730, dem anschließenden Frühstück und einem erneuten Einkauf schaffen wir es um 1040 aus Bodrum auszulaufen. Der Kurs 190 liegt an und der erste Segeltag kann beginnen. Raus aus Bodrum auf offener See werden zunächst mal einige obligatorische Übungen wie Mann über Bord-Manöver ausgeführt. Jedes Crewmitglied  sollte mal selbst erleben wie die Fahrübungen mit der Segelyacht und nicht mit Auto getätigt werden.

Nach einem schönen Segeltag entschließen wir uns die schöne Bucht Port Hayit Bükü anzulaufen, um dort auch die Nacht zu verbringen. Um etwa 1830 erreichen wir unseren Zielort. Die Stege sind schon voll belegt als wir ankommen. Eine Möglichkeit uns seitlich noch dazu zu quetschen finden wir aber trotzdem. Mit Anker legen erreichen wir dann mit Rückwärtsfahrt die letzte Anlegemöglichkeit. Glück gehabt, kann man sagen. Direkt in Strandnähe befinden sich gleich mehrere Restaurants, die ihre Spezialitäten für die Besucher der Bucht bereit halten, man halt also die Auswahl. Nach dem Anlegen genehmigen wir uns zunächst eine Schwimmpause, um dann erfrischt zum Abendessen unser Restaurant auszuwählen.

Ergänzende Fotos sind immer in der Fotogalerie zu finden. HB1, HB2 und HB3.

Der Sonntagmorgen beginnt auf dem Boot um 0730. Heute koche ich den Kaffee und die Frühstückseier. Da wir heute eine größere Strecke geplant haben, wollen wir zeitig den Anker lichten. Das Wetter verspricht einen guten Segeltag. Das für heute geplante Endziel lautet Ekincik. Unterwegs nimmt die anfangs mäßige Dünung von erst einem halben Meter Wellenhöhe zu auf etwa einen Meter Höhe.

Ein kleiner Mittagsimbiss während der langen Tour besteht heute aus in der Pfanne gegrilltem Brot mit Tomatenstückchen und reichlich Knoblauch belegt. Dazu gibt es Salami, die Werner mitgebracht hat.

Eine gute Abwechslung am Nachmittag haben wir durch Einfang eines fremden Fenders, den Herbert auf See entdeckte. Wegen Wellengang hatten wir alle Hände voll zu tun den Fund zu ergattern.

Schon recht spät, nach Einbruch der Dunkelheit gegen 2100 erreichen wir die Bucht von Ekincik und starten unser Ankermanöver, das wir mehrfach ausführen mussten, da der Anker ständig slippte.

HayitBuekue
[Törnbericht 2011] [Fotogalerie] [Seite 2] [Seite 3] [Fotogalerie 2] [Seite 4]